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Dandelion Snow - The Grand Scheme Of Things

Dandelion Snow - The Grand Scheme Of Things

Jöran - 06.06.10

Unter dem Titel "The Grand Scheme Of Things" bringt Songwriter Roger Harvey, a.k.a Dandelion Snow in diesem Sommer sein neues Album heraus. Produziert wurde die Scheibe dieses Mal von Chris #2, seines Zeichens bei Anti-Flag am Start. Was bei dieser zunächst seltsam anmutenden Kombination heraus gekommen ist, kann sich aber getrost als sehr hörenswerte Scheibe bewerten lassen.

Denn immer wieder gelingt es Dandelion Snow auf seinem neuen Album, den Hörer dazu zu verleiten, sich in den aufgebauten Klangwelten zu verlieren. Mal passiert das Ganze auf einem eher typischen Singer-Songwriter-Weg, mal wird es schon sehr schön sphärisch und verträumt. Jeder Song schafft es bei jedem weiteren Hören neue Ecken, Kanten und Finessen entdecken zu lassen, die man zuvor noch nicht ausgemacht hatte. So bleibt "The Grand Scheme Of Things" bei jedem weiteren Durchlauf immer noch spannend, wie beim ersten Mal.

Ganz besonders gut gelingt dies beim titelgebenden, die Staaten beschreibenden "The Grand Scheme Of Things". Sofort ist der Zuhörer gefangen von diese erst ruhigen, dann aufdrehenden Stück. Im Gegensatz hierzu steht das wunderschöne, aber eher ruhig gehaltene "Way Down Low". Gerade bei dessen Chorus kann einem schon mal eine leichte Gänsehaut entstehen. Ein wirklich wunderschöner, getragene, leicht sphärischer Song.

Gefolgt wird dieser Song von "Going Underground", der das sphärische weiter ausbaut. Ein grandios gestalteter Song, für mich eins der Highlights der Platte. Allein dieses Triple aus großartigen Songs ist ein Grund zum Kauf der Scheibe und zeigt hervorragend die ganze Bandbreite, zu der Dandelion Snow fähig ist.

Doch auch die weiteren Songs haben noch so einiges zu bieten. Es schwankt zwischen dem grandios ruhigen, fast ins Acapella reichenden "You're Impossible" und dem für diese Platte schon fast zu rockigem "It's different now". Immer mit verträumtem Abwechslungsreichtum spielend, findet "The Grand Scheme Of Things" dann im grandiosen "Salt Lake City", dem absolut schönsten Song der Platte, der sofort ins Ohr geht.

Alles in allem ist "The Grand Scheme Of Things" ein sehr gutes Album geworden, das ein näheres Hinhören ans Herz legt. Wer nicht sofort begeistert ist (geht das?), sollte sich mehrere Durchläufe gönnen, um alle Ecken und Kanten, aber auch diese schönen Verspieltheiten, zu entdecken.