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Pro-Pain - Absolute Power

Pro-Pain - Absolute Power

Frank - 10.05.10

Schmerzbefreit sind die Jungs von Pro-Pain auch bei ihrem 12 Album ganz bestimmt nicht, im Gegenteil, die Jungs um Gary Meskil legen nach ihrem letzten Album "No End in Sight" mal wieder eine ordentliche Schippe Dezibel-Schmerz drauf.

Eigentlich kann jeder Pro-Pain-Fan "Absolute Power" ohne Risiko kaufen, Pro Pain liefern das ab, was man von ihnen erwartet, die Überraschungen und die berühmten "Weiterentwicklungen" halten sich wie immer in Grenzen. Schmeißt man den Silberling in die Anlage bolzen Pro-Pain sofort ordentlich los, "Unrestrained" und "Destroy the Enemy" sind knüppelhart und dürften mit ihrem Blastbeats live in jedem Mosh-Pit für den richtigen Schmerz sorgen.

Ab Song 3 zeigen Pro-Pain aber dann das, was die Old-School-Fans den New Yorkern schon beim letzten Album vorgeworfen hatten, ein Hauch von Melodie. Bitte jetzt nicht an komplexe Melodien mit Clean-Vocals denken, es geht bei Pro-Pain eher um das zeitweise Verlassen einer Tonlage. Mir gefällt's. Man kann ja keine 12 Alben aufnehmen, wo sich das Erste genauso wie das Letzte anhört, ein wenig Entwicklung muss schon sein.

Mein Favorit ist ganz klar "AWOL", hier stimmt für mich alles, geiles Gitarrenbrett, ordentlich groovender Bass, treibendes Drumming mit richtig Wumms, alles zusammen sauber abgemischt. Mittendrin quasi zur Auflockerung ein Gitarrensolo und ein leicht hymnenhafter Chorus. Perfekt.

Beim drittletzten Song "Gone Rogue (I Apologize)" war ich aber dann doch überrascht, dass war mir dann doch schon ein Tacken zu viel der Melodie, aber was soll's. Der Rest des Albums haut locker alles wieder raus.

Nach 37 Minuten ist dann schon wieder alles vorbei, zu Vinyl-Zeiten eine normale Länge, heute ein wenig kurz. Aber ehrlich gesagt, haben die 37 Minuten genug Dampf und reichen um sich akustisch den Kopf zu waschen. Insgesamt ein starkes Album, top produziert, Pro-Pain auf einem Niveau wie es eine Band sein sollte, die bereits 12 Studio-Alben eingespielt hat.