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Bericht: Sundown-Festival - Abtsgmünd, 25.05.-26.05.07

Siegi & Frank - 28.05.07

Sundown Festival

Das war's, das erste Festival des Sommers ist für uns vorbei. Zwei Tage Sonne, Schweiß und Staub. Aber auch zwei Tage feinster Musik und ein ausgewogenes Line-Up, bei dem keine Spielart des Metals zu kurz kam. Thrash, Doom, Fun, Elvis, Rock, Goth, Core usw. alles was so an Schubladen existiert konnte gefüllt werden.

Klasse war auch die gut gemischte Rekrutierung von lokalen Acts, deutschen Bands und Kombos internationalen Kalibers, so muss das sein! Trotz aller Vorhersagen hat auch das Wetter mitgespielt, gab es im Rest der Republik einige Wolkenbrüche, so sorgte die Sonne in der Ostalb für den einen oder anderen Sonnenbrand. Problematisch bei solch einem Wetter sind natürlich Zeltbühnen auf Schotterplätzen - Staub, Staub und nochmals Staub, gut dass der Veranstalter am zweiten Tag den Boden regelmäßig wässerte - besser Zeltsauna als Staubwüste. Hey, aber irgendwie gehört so etwas doch zu einem guten Festival, oder?

Einen Dank noch an das ganze Sundown-Team - an die ganzen ehrenamtlichen Helfer, dem örtlichen Musikverein und der freundlichen Security. Ohne diese Leute würde es solch eine zweitägige Veranstaltung für nur 22 Euro nicht geben können. Und nun direkt zum Musikalischen.

Sundown-Impressionen

Das Sundown hatte gerufen ... ... und sie kamen alle, ... ... die Schwarzen, ... ... die Coolen, ... ... die Schönen, ...

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Ear-Shot

Den Opener mussten/durften die Lokalmatadore Ear-Shot aus Gaildorf geben. Als erste Band auf einem Festival zu spielen ist natürlich immer eine zweischneidige Sache und auch für einen Veranstalter ist die Wahl des Starters nicht ohne Probleme. Mit Ear-Shot wurde dieses Problem optimal gelöst. Die Band scheint hier im Schwabenland eine robuste Fangemeinde zu haben, denn mir waren schon vor dem Zelt einige Ear-Shot-T-Shirt aufgefallen. Auf der Bühne legten die Jungs dann auch eine klasse Festivaleröffnung hin. Moderner aggressiver Thrash-Metal mit dem einen oder anderen Hardcore-Element, immer schön variable, so dass man die Genre-Schublade nicht schließen kann. Das bisher eingetroffene Publikum ging auf das spätnachmittagliche Partyangebot der Sechs dankend ein, und nicht nur auf der Bühne wurde die Mähne kräftig geschwungen. Nachdem man 2006 mit einem eingesandten Demo beim Nuclear Blast Bandcontest den 3. Platz belegt hatte, haben Ear-Shot auf jeden Fall auch auf dem Sundown bewiesen, dass sie nicht nur im Studio eine Zukunft haben, sondern dass sie mit ihre Musik auch auf der Bühne die nötige Power haben! Schön, wenn Bands das Vertrauen der Veranstalter rechtfertigen können.

Bleibt noch zu erwähnen, dass der Sundown-Freitag auch gleichzeitig der Release-Tag des ersten offiziellen Ear-Shot Albums The Pain war. (Leider war dies an mir vorbeigegangen, schade.)

P.S.: Andi, das Volbeat-Shirt steht Dir, Prost.

Ear-Shot Ear-Shot Ear-Shot Ear-Shot Ear-Shot

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Perzonal War

Mit schnörkelfreiem Trash geht es weiter. Den Bonnern um Perzonal War fehlt es hier im Süden leider am Lokalbonus, was sich sehr schnell an der Anzahl der im Festivalzelt verweilenden Zuschauer manifestiert. Eigentlich keine feine Geste des Publikums, aber da noch die Sonne auf dem Zelt steht, durchaus verständlich. Perzonal War rocken trotzdem professionell weiter, immerhin sind sie schon seit über 10 Jahren im Geschäft. Das traditionsbewusste Publikums dankt es und moscht mit viel Platz für die Mähne. Schlagzeuger Martin Buchwalter heizt als heimlicher Frontmann immer wieder mit Sprüchen und Gesten zwischen den Songs an. Schade, dass einige diesen Auftritt verpasst haben, besonders sollten die sich ärgern, die den alten Metallica-Zeiten nachjammern und zu engstirnig sind sich mit anderen Bands zu beschäftigen.

Perzonal War Perzonal War Perzonal War Perzonal War Perzonal War

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Bloodflowerz

Gothic-Rock ist ja eigentlich gar nicht so meine Welt, besonders nicht, wenn ein dünnes Stimmchen den Weltschmerz besingt. Aber, Bloodflowerz haben mir gezeigt, dass es auch anders geht. Sängerin Kirsten Zahn hat wirklich ein heftiges Organ, kraftvoll und markant. Auch optisch ist sie das unbestrittene Zentrum der Band, eine echte Frontfrau. Instrumentalisch gehen die Bloodflowerz auch einige Schritte weiter als andere Gothic-Rock Bands, vergleichsweise hart gespielte Riffs und ein druckvoller Bass geben der Musik der Vier mehr Power, als ich erwartet hatte. Die Bühne ist auf jeden Fall die Welt der Bloodflowerz, musikalisch und optisch eine Bereicherung des Festivals und für einige im Publikum ein lohnender Blick über den Tellerrand.

Bloodflowerz Bloodflowerz Bloodflowerz Bloodflowerz Bloodflowerz

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Born From Pain

Beim Auftritt von Born From Pain wurde es nun zum ersten Mal richtig voll im Sundown-Zelt. Ein schön gemischtes Publikum, von langhaarige Metallern bis zu kurzhaarige Hardcorefans sowie alle Stufen dazwischen. Im Prinzip genau wie die Musik der Niederländer, im Kern Hardcore aber eben sehr Metallastig oder andersherum Metalcore aber eben sehr Hardcorelastig. Genre-Schubladen sind ja so blöd. Auf jeden Fall war der Auftritt der Fünf das erste echte Highlight des Sundowns. Harte groovende Riffs, aggressives Bass- und Schlagzeugspiel treiben das Publikum zu wilden Pogotanzeinlagen. "Einlagen" ist vielleicht das falsche Wort, denn der heftige Moshpit tobt während des gesamten Auftritts und hüllt das Zeltinnere in eine riesige Staubwolke. Staub, Staub und nochmal Staub.

Paul Boers - Gesangsaushilfe von Superior - schreit die Texte herrlich aggressiv in den tanzenden Mob - Born From Pain wirkt dabei nie aufgesetzt oder künstlich, alles kommt mit einer ehrlich Härte daher. Die Authentizität der Niederländer scheint auch vom Publikum gespürt zu werden, denn zum Schluss des Gigs werden zum ersten Mal Zugaberufe laut. Durch den straffen Zeitplan ist dies aber leider nicht möglich. Aber ehrlich, diese künstlichen Zugaben, deren Songs schon geplant und auf der Setlist vermerkt sind, sind doch echt Zeitverschwendung. Da sollen die Bands lieber gleich auf der Bühne bleiben und Ihren Auftritt-Slot ausnutzen, oder? Zurück zum Gig; Born From Pain überzeugten auf dem Sundown voll und ganz und ich durfte abends noch eine halbe Stunde die Kamera vom Staub befreien! Danke, Jungs!

Born From Pain Born From Pain Born From Pain Born From Pain Born From Pain

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Nim Vind

Was soll ich zu dem Kanadier Nim Vind und seine Band schreiben? Angekündigt wurden sie als eine Mischung aus Horrorpunk, Rockabilly und Death-Rock, mich erinnerte es ziemlich an Wave und Rockmusik der Achtziger; Bauhaus, Damned und Konsorten. Eigentlich Musik, die ich früher sehr gerne gehört habe, aber irgendwie kam das Ganze hier auf dem Sundown nicht so richtig an. Die Songs, die man vom Kanadier auf MySpace hören konnte, fand ich echt nicht schlecht, gut anzuhören und in den 80ern wäre ich bestimmt auch ein Fan geworden, aber hier und heute irgendwie nicht. Sänger Nim Vind stand relativ bewegungslos mit seiner Gitarre am Mikro, immer mit Hut und Lederjacke ala Ramones, obwohl es im Zelt immer noch verdammt warm war, Hauptsache der Style stimmt. Na ja, auf dem WGT in Leipzig ist er bestimmt besser angekommen.

Nim Vind Nim Vind Nim Vind Nim Vind Nim Vind

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Vader

Wegen einem gesundheitlichen Problem konnten wir uns leider Vader aus Polen und die Finnen von Korpiklaani nicht mehr anschauen. Aber vielleicht gibt es ja jemand, der Lust hat, hier zwei drei möglichst objektive Sätze über deren Auftritt zu verlieren? (Mail an frank ät ...)

Die klasse Fotos hier sind von Joe Richardt, vielen Dank dafür!

Vader Vader Vader Vader Vader

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Korpiklaani

Und auch die Korpiklaani-Fotos sind von Joe, nochmals Danke!

Korpiklaani Korpiklaani Korpiklaani Korpiklaani Korpiklaani

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Saw

Den Platz als Starter am Sundown-Samstag hatte die Band "Saw" aus der unmittelbaren Sundown-Nachbarschaft, aus Aalen. Toll für Newcomer auf so ein Festival auftreten zu können, blöd wenn sich so wenig Leute in das Zelt verirren. Im Großen und Ganzen war der Sound der Jungs schon okay, Metalcore halt, aber irgendwie alles ein wenig blass. Na ja, die Aalener sind ja noch eine junge Band und andere Bands sind ja auch nicht als Rocksäue vom Himmel gefallen. Geschickt von den Jungs war natürlich, dass sie ihre neue CD gleich nach ihrem Auftritt zum Kauf anboten, denn als Studioversion und auf MySpace kann man sich Saw gut anhören.

Saw Saw Saw Saw Saw

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Karma.Connect

Die Erste von drei Bands am heutigen Abend mit einem "Punkt" im Namen - habe ich da einen Trend verpasst? - gibt es davon noch mehr in der Republik? Egal! Wenn man das Vierer-Gespann sieht, fällt einem zunächst Sängerin "Maria del Carmen Hernandez Rodriguez" ins Auge, denn diese Frau sieht genau so aus, wie ihr Name vermuten lässt. Für die anwesende Männerschaft wird es schwer, sich auf die Musik zu konzentrieren und einige Fotografen müssen um die Kapazität ihrer Speicherkarten bangen. Okay, versuchen wir uns auf die Musik zu besinnen. Guter ordentlicher Crossover-Rock mit einigen Anleihen diverser rockiger Musikstile, aber ohne irgendwie ins Poppige abzudriften. Carmens Stimme ist dabei (für mich) überraschend präsent, kräftig und charismatisch, der Bass groovt ordentlich und auf der Bühne zeigen die Vier, dass sie genau dorthin gehören. Also ein Act der musikalisch und optisch voll Punkten kann. Schade, dass das Zelt noch nicht so gut gefüllt war. Wer Karma.Connect nochmal live sehen möchte, kann für sie voten und sie so auf die Newcomer Stage des Summer Breeze bringen.

Karma.Connect Karma.Connect Karma.Connect Karma.Connect Karma.Connect

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Stereo.Pilot

Jo, das war sie, die Überraschungsband für uns auf diesem Festival! Irgendwie gibt es ja immer eine Band, die man nicht auf der Rechnung hatte und die einen dann positiv überrascht. Beim Sundown sollten dies die Jungs von Stereo.Pilot sein. So muss moderne Rockmusik klingen, wenn sie erfolgreich werden und dabei ehrlich bleiben will. Einfach guter frischer Rock, über deren Einordnung in die Genre-Schubladen Post-Grunge, Nu Metal, Modern Rock oder was weiß ich, bitte andere ihre Gemüter erhitzen sollen. Mal rhythmisch und groovend, mal aggressiv und antreibend, dann wieder melancholisch und voller Emotionen. Die Stuttgarter haben es live echt drauf, eine super Stimmung zu verbreiten, alles authentisch und Null aufgesetzt. Musikalisch absolut ausgewogen, so dass weder der Bassgroove noch die eingängigen Riffs oder das ordentlich hämmernde Schlagzeug den Auftritt dominieren. Einziger Dominanzfaktor ist Kai Hölles Gesang, der super vielseitig alle Facetten des Rockgesangs beherrscht. Melodiöse Parts lassen die Gedanken ein wenig driften, bleiben in den Gehörgängen stecken, und dann wird man plötzlich durch die nächste energiegeladene Gesangspassage aus allen Wolken gerissen, Klasse!

Definitiv ein Highlight des diesjährigen Sundowns! Wenn mal ein Festival-Veranstalter eine klasse Band aus Deutschland dem Publikum präsentieren möchte, Stereo.Pilot wäre eine Band mit der er Musikinstinkt beweisen könnte! Wenn ihr irgendwo die letzte Scheibe Crash To Come seht - Hiermit ergeht Reinhörbefehl.

Zuletzt noch - Kai, böse gucken hätte Dir eh keiner abgenommen.

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Excrementory Grindfuckers

Okay, die Grindfuckers sind jetzt eine Band, über die es sich eigentlich verbietet eine ernsthafte Kritik zu schreiben. Die vier Fun-Grindcoreler würden diese Kritik genauso wenig ernst nehmen, wie sie ihre eigne Musik ernst nehmen. Also denn - objektiv gesehen, kamen die Hannoveraner sehr gut an, denn Stimmung machen; das ist die Fertigkeit, welche die Grindfuckers perfekt beherrschen. Auch, wenn ich persönlich weder Spaß an Ballermann-Metal noch an Grindcore habe, muss ich den Vieren einfach bestätigen, dass sie das Festivalzelt am Samstag-Nachmittag zum erstmal richtig füllten, und die Stimmung extrem anheizten (auch temperatur-technisch), Moschende Metalheads, pogender Moshpit und Polonaise inklusive. Den Sundown-Besuchern hat's auf jeden Fall einen heiden Spaß gebracht und am Ende des Gigs sah man viele fröhliche und grinsende Gesichter bei den doch immer sooo böse guckenden Metallern.

Excrementory Grindfuckers Excrementory Grindfuckers Excrementory Grindfuckers Excrementory Grindfuckers Excrementory Grindfuckers

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NME.MINE

Auf die Jungs von NME.Mine war ich besonders gespannt. Mit Ihrem letzten Album "Life Without Water" hatten die Jungs ja bereits bewiesen, welch großartige Rockmusik auch in Deutschland gespielt und produziert werden kann. Die Kritiken zum Debüt-Album waren durchweg super positiv und der Tenor der Live-Reviews bescheinigen den Süddeutschen sogar, dass sie Live noch 'ne ordentliche Schippe drauf legen können!

Und - ich muss sagen, NME.Mine hat mich trotz aller Belobigungen noch überraschen können. Die Rock-Metal-Emocore Mischung ist live tatsächlich der Hammer. Die Vielseitigkeit von Sänger Patric kommt live voll zum Tragen, die Emo-Passagen sind noch emotionaler als auf CD und bei den Aggro-Passagen lässt es Patric live so richtig krachen. Während bei Patric die Halsarterien schwellen, rocken Philipp, Matthias und Markus mit eingängigen Riffs und Grooves über die Bühne und aus dem Hintergrund werden dem Publikum herrliche Drumsalven um die Ohren gehauen. Definitiv eine klasse Liveband, die vollkommen authentisch und auf der Bühne absolut präsent ist. Neben typischen Hardcore-Posen zeigt aber auch das eine oder andere Lächeln, dass Image und Spaß kein Gegensatz sein muss.

Leider verließen nach den Grindfuckers einige Zuschauer das Zelt, so dass diese einen der besten Sundown-Auftritte verpassten. Schade, mehr Zuschauer hätte diese Band gewiss verdient und auch begeistern können. NME.Mine sind eine Band, die ich mir jederzeit wieder Live anschauen werde. In kleineren Clubs verspricht diese Band eine tolle Live-Atmosphäre, die man nicht verpassen sollte. Mal sehen, wann ein Nachfolgealbum und eine ausgedehnte D-Tour anstehen!?!

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Deep Eynde

Weiter ging es mit den US-Horrorpunker Deep Eynde. Die Band aus Los Angeles nennen ihre eigene Schublade "South Californian Devil Punk" und irgendwie haben sie zwar recht, wenn sie sich ein wenig anders sehen als anderer Horrorpunk-Acts, irgendwie rockiger, auch ein wenig metalastiger und vom spielerischen Können natürlich jenseits jedes Punk-Klischees.

Musikalisch siedeln sich Deep Eynde irgendwo zwischen den (für Horrorpunks) obligatorischen Misfits, the Damned und Iggy Pop's Stooges an. Wobei diese Vergleiche eher klischee-mäßig aufzuführen sind, denn Deep Eynde haben durchaus ihren eigenen Stil und der Bandvergleich würde dem nicht gerecht werden.

Die Jungs sind seit gut einem Monat, mit den auch auf dem Sundown auftretenden Shadow Reichenstein, in Deutschland und Nachbarländer auf Tour und promoten ihr neues Album Bad Blood. Auch, wenn sie nun nur noch 2 weitere Gigs vor sich haben, lässt sich die Band keine Schwäche oder Lustlosigkeit anmerken. In typisch professioneller US-Manier zeigen Deep Eynde, dass sie nicht umsonst zu den kalifornischen Underground-Highlights gehören. Sänger Fate ist auf der Bühne jeder Zeit präsent und spielt gekonnt mit dem Publikum. Optisch ist er der einzige, der so eine Art Bühnenoutfit hat, dazu weiß geschminkt ist und die Arme voller Kunstblut hat. Der Rest der Band zeigt sich auf der Bühne relativ normal und unauffällig. Auffällig ist eventuell noch Gitarist D.Stress (?), der ein wenig aussieht wie Iggy Pop in jüngeren Jahren und auch ähnliche Tanzanwandlungen auf der Bühne zeigt, aber das sei nur so nebenbei erwähnt. Die Show von Sänger Fate ist auf jeden Fall Klasse und ein Highlight für jeden Fotografen. Musikalisch zeigt sich die Band absolut solide, kräftige Gitarrenrock-Parts, mal drückend düster, dann wieder rock'n rollig schnell. Der Auftritt von Deep Eynde auf dem Sundown ist für mich auf jeden Fall ein Grund, dass ich mich mit der Band demnächst wohl mal ein wenig näher beschäftigen werde.

Deep Eynde Deep Eynde Deep Eynde Deep Eynde Deep Eynde

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Undertow

Da es die Thüringer vom Transilvanian Beat Club nicht rechtzeitig zum Sundown schaffen konnte, wurde nun kräftig umdisponiert, so bekamen die Lokalhelden von Undertow mehr Zeit und mussten ein wenig früher auf die Bühne. Dem Publikum schien es recht zu sein, Undertow scheinen hier im Süden eine echte Größe zu sein.

Vor einem ordentlich gefülltem Zelt spielte das Trio dann ihre erweiterte Setlist ab. Der thrashige Doom-Metal der Drei wird ergänzt durch die kräftige Stimme von Sänger Joschi. Gegen die Musik der Schwaben kann man absolut nichts sagen, musikalisch sind sie einfach top, aber irgendwie springt bei mir auf dem Sundown der Funken nicht so recht über. Alles super solide und ordentlich gepielt, aber mir fehlen bei diesem Auftritt irgendwie die Highlights. Okay, ein Nachteil eines Trios ist natürlich das "Trio sein". Sänger Joschi zupft gleichzeitig auch die Gitarre, dass es da nicht viele Möglichkeiten für eine riesen Show gibt, sollte man sich vorstellen können. Überrascht hat mich allerdings, dass man auch zu dritt live einen so fetten Sound hinbekommt, dafür meinen Respekt!

Undertow Undertow Undertow Undertow Undertow

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Volbeat

Was sollen wir noch zu Volbeat schreiben? Wenn ihr euch ein wenig auf Musikinstinkt umschaut, werdet Ihr sehen, dass Volbeat zu unseren absoluten Lieblingen gehören. Und auch hier auf dem Sundown hat Volbeat wieder voll gerockt. War die Fülle im Zelt zu Beginn des Gigs noch verbesserungswürdig, sollte sich dies im Laufe des Auftritts doch noch stark ändern.

Anscheinend lockt der Elvis-Metal der Dänen auch den letzten Festivalbesucher vom Gelände ins Sundown-Zelt. Michael und seine Jungs haben es einfach drauf. Der sehr spezielle Sound ist absolut einzigartig und kann von Metallern bis Hardcorelern jeden begeistern. Sänger Michael ist in Hochform und spielt wie immer mit dem Publikum. "Are you true Rebels?" - "Yeah". Herrlich! Auch Neuzugang Thomas hüpft, wie gewohnt über die Bühne und zieht die Blicke einiger Besucher auf sich. Der ganze Auftritt geht mal wieder dermaßen schnell vorbei, dass man sich wundert, wo die Zeit bleibt. Volbeat können trotz nur 2 veröffentlichen Alben, musikalischen aus dem Vollen schöpfen, es gibt einfach keine schwachen Songs. Bei den ersten Takten eines jedes Stückes, denkt man sofort, dass genau dieses Stück noch gefehlt hat, echt ein Phänomen.

Die Jungs auf der Bühne verbreiten dermaßen gute Laune, dass es nicht verwundert, wenn sich Festivalveranstalter nach einer Portion Rock'n Roll und Heavy Metal der Dänen reißen. Wenn ich mir ihren Konzertkalender anschaue, kann ich nur staunen. Also, Jungs, wir sehen uns dann auf dem Full-Force! Ein Tipp noch für Leute aus dem Ruhr-Pott - Essen original, Sonntag, 19.8 - für lau.

P.S. Irgendwie bekomme ich nach jedem Volbeat-Konzert so komische Spracheffekte - Boozer, Boozer boo, yeaaahh, Duka Duka, uuhhh! ;-)

Volbeat Volbeat Volbeat Volbeat Volbeat

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Heaven Shall Burn

Nun wartete das Sundown-Publikum auf Heaven Shall Burn, die Band, die zum Inbegriff des deutschen Metalcores geworden ist. Das Zelt füllte sich immer mehr, so dass, als Marcus, Mattias, Maik, Eric und Alexander die Bühne betraten, das restliche Festivalgelände wie leergefegt wirkte.

Die Fünf hatten von Beginn an das Publikum im Griff. Die Security hatte alle Hände voll zu tun, die begeisterten Crowdsurfer im 10 Sekundentakt aus der Menge zu ziehen. Diese hatten natürlich nichts anderes zu tun, als sich direkt wieder auf die Hände der Menge zu schmeißen. Dank der super toleranten Security gab's hier keinerlei Probleme. Heaven Shall Burn schienen einen Riesenspaß auf der Bühne zu haben und Marcus tat alles um die Moshpit-Staubwolke der befreundeten Born From Pain vom Vortag zu toppen. Leider hatte keiner dem Marcus erzählt, dass der Zeltboden im Gegensatz zum Vortag gewässert wurde, aber die Bemühungen des "Heaven Shall Burn"-Fronters heizten dem Publikum auf jeden Fall dermaßen ein, dass ich den Auftritt der fünf Thüringer für den heftigsten des Sundowns-Samstag halte. Das lockere natürliche Posing kam absolut ehrlich rüber, ein gelungener Heaven Shall Burn Auftritt mit allem Drum und Dran, wie Wall of Death und Circle Pit ums Mischpult. Hammer-Live-Band, super Jungs!

Marcus Bischoff Alexander Dietz Maik Weichert Eric Bischoff Matthias Voigt

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